klientenzentriert

 

 

Klientenzentrierte Grundhaltung: Dies kann durch Empathie (einfühlendes Verstehen), durch Wertschätzung des Patienten, wobei der Berater sich um eine bedingungslose Akzeptanz seines Gegenübers bemüht und durch Echtheit geschehen, wobei der Berater sich um Aufrichtigkeit gegenüber dem Patienten bemüht.

 

 

Klientenzentriert bezeichnet einen Ansatz, eine Vorgehensweise, bei der ein Betroffener im Mittelpunkt von Bemühungen steht.

 

Der Personenzentrierte Ansatz ist ein anspruchsvolles Konzept, das nicht ohne Übung erlern- und umsetzbar ist. Vor allem – und darauf kommt es ja an – in schwierigen Gesprächssituationen. Ein zentrales Element des Ansatzes ist das „Aktive Zuhören“. Rogers leitet die Haltung der gesprächsführenden Person aus den Voraussetzungen ab, die er grundsätzlich für Beziehungen formuliert hat:

  • Kongruenz: Authentisch auftreten heißt ehrlich und echt sein.
  • Respekt: Akzeptanz der Person, ihr mit unbedingter Wertschätzung (positiver Einstellung) begegnen.
  • Empathie: Sich sensibel in die Wahrnehmungsweise der Person einfühlen.

Aus diesen drei Anforderungen an die Haltung lassen sich wichtige Grundsätze für die Gesprächsführung ableiten:

  • Wahrnehmen: zuhören, worum es der sprechenden Person geht.
  • Zuordnen: spiegeln, wie ich das Gesagte (Verbale und Nonverbale) gehört und verstanden habe.
  • Abwägen: nachdenken, welche Schlüsse ich aus dem Gehörten ziehe.
  • Antworten: rückmelden, was ich dazu sagen kann/sagen will

 Die hilfesuchende Person mit ihren jeweiligen Gefühlen, Wünschen, Wertvorstellungen und Zielen soll im Mittelpunkt der therapeutischen Interaktion stehen. Die Sichtweise des Beraters soll dabei weitgehend in den Hintergrund treten, Ratschläge und Bewertungen sind zu vermeiden.

 

Eine der Besonderheiten der Methode liegt in der Rückmeldung des vom Klienten ausgedrückten emotionalen Inhaltes seiner Aussagen ohne jede Verfälschung mit anderen Worten (aktives Zuhören, Empathie).

 

Dadurch wird der Klient immer weiter in seine eigene Wahrnehmung geführt, oft bis an die Antworten, die er im Alltag nicht auszusprechen wagt oder derer er sich nicht gewahr werden kann (Selbstexploration).