neuro-linguistisches-programmieren

 

 

 

NLP wurde von Bandler/Grinder in den 70er-Jahren entwickelt

- es wird als das "Studium über die Struktur subjektiver Erfahrungen" definiert

und war als neues Verfahren der Kurzzeit-Psychotherapie konzipiert.

 

 

Die Bezeichnung Neuro-Linguistisches Programmieren drückt aus,

dass Vorgänge im Gehirn (=Sprache)

mit Hilfe der Sprache (=linguistisch)

auf Basis systematischer Handlungsanweisungen

änderbar sind (=Programmieren). 

 

Der Mensch nimmt die Umwelt mit seinen Sinnen (Kommunikationskanälen) wahr:

Visuell, Auditiv, Kinästhetisch, Olfaktorisch, Gustatorisch. 

Wobei NLP davon ausgeht, dass ein oder zwei Sinneskanäle bevorzugt werden (Lerntypen).

 

Prägungen haben Auswirkungen darauf, wieviel Information bei einer Ansprache ankommt bzw. verloren geht.

Klänge (zB. Wörter), Bilder, Geschmacksempfindungen oder Gesten sind bei Menschen durch die Erfahrung miteinander verknüpft. 

 

Verknüpfungen zwischen automatisch auftauchenden Gedanken oder Gefühlen und willentlich beeinflussbaren Vorgängen werden mit der Technik des Ankerns hergestellt. Damit knüpft der NLP-Anwender bewusst neue emotionale Konnotationen oder nutzt bereits vorhandene.

Nicht nur Gedanken lassen sich so für die therapeutische Arbeit nutzen, sondern auch Gefühle. Werden bei Glücksgefühlen bewusst bestimmte Bewegungen oder Gesten eingeübt, so lassen sich diese Gefühle später mit diesen Bewegungen oder Gesten wieder aktivieren. 

 

Beim Future Pace - also Schritt in die Zukunft - wird in der Zukunftsabfrage auf Kongruenz mit den eigenen Wünschen geachtet. Es spielt eine zukünftige Situation mental durch. Innerlich stellt man sich vor, wie ein neues Verhalten umgesetzt wird. Das Gehirn weiß damit im Voraus, was es später in der Wirklichkeit zu tun hat. 

 

Zentrales Element sind die NLP-Vorannahmen (Verhaltensgrundmuster beim Modellieren).

ZB.: 

Nicht, was Du tust, zählt, sondern wie deine Umgebung auf Dich reagiert.

Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas anderes.

Widerstand beim Klienten bedeutet mangelnde Flexibilität auf Seiten des Beraters: Es gibt immer einen dritten Weg!

Wenn jemand etwas Bestimmtes tun kann, so ist es möglich, dieses Verhalten zu modellieren (nachzumachen) und es weiterzugeben. Uvm.

 

Es wird versucht, zunächst zum Gegenüber einen Draht herzustellen, den Rapport herzustellen.

Als Mittel dazu wird das Spiegeln (Pacing = Anpassen, Mitgehen, Spiegeln) verwendet, das dann ein Führen (Leading = Führen) ermöglichen soll.

 

Abhängig von den jeweiligen äußeren Umständen (Setting), in denen NLP verwendet wird,

werden Kommunikationsstrategien, Suggestionstechniken oder die so genannten NLP-Formate angewendet oder gelehrt. Als Grundannahme dient die Auffassung, dass es ein sogenanntes "subjektives Wahrheitsempfinden" gibt. Auf Basis des Körpergefühls, der bildlichen Gedanken und des inneren sprachlichen Ausdrucks eines Menschen entstehen gedankliche Abbilder, sogenannte innere Landkarten. Ein Klient wird vom NLP-Berater für die eigene Problemwahrnehmung (in dieser Landkarte) sensibilisiert. Diese Bilder werden u.a. nach der Art der Sinneswahrnehmung (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) differenziert. Diese verschiedenen Sinneswahrnehmungen werden Sinnesmodalitäten genannt. Der Klient soll befähigt werden, den emotionalen Gehalt seiner inneren Bilder durch die Veränderung der Submodalitäten gezielt zu verändern. Dabei soll dieser zu einer selbstbestimmten Lösung kommen.

 

Unter Fraiming (einrahmen) wird die Darstellung eines Sachverhaltes verstanden.

Als Refraiming wird die Umdeutung eines Sachverhaltes bezeichnet (Halbleeres oder halbvolles Glas).

Dies soll eine emotionale Neubewertung erreichen.

 

Ein typisches NLP-Format "Swish" meint soviel wie "zischen" und soll damit eine schnelle Bewegung assoziieren und spielt damit auf den schnellen Austausch zweier innerer Bilder an. Der Klient wird angeleitet, sich ein inneres Bild seiner problematischen Situation vorzustellen - danach macht sich der Klient ein Bild der gewünschten Situation machen. Dieses Bild wird zu einem Punkt komprimitiert und in das Bild mit der problematischen Situation eingefügt. Das komprimierte positive Bild wird mit einem lautmalerischen Swish so expandiert, dass das erste Bild abgedeckt wird.